Wirtschaftsmedien

Tagespresse

Aktuelle Nachrichten, aber auch kurzfristige Trends werden vor allem vom Wirtschaftsteil der Tagespresse aufgegriffen. Auch Entscheidungen der Politik, die sich auf die Wirtschaft auswirken können, werden hier beleuchtet. Allerdings können die Wirtschaftsjournalisten einer Tageszeitung ihrem Leser aus Platzgründen meist nur einen groben Überblick über das jeweilige Thema bieten. Trotzdem gehört die Lektüre des Wirtschaftsteils für Anleger, die in Finanzprodukte investieren, zur täglichen Pflichtlektüre.

Das gilt vor allem dann, wenn sie in ihrer jeweiligen Heimatregion investieren, etwa in Immobilien. Denn in der Berichterstattung vor Ort ist die Regionalzeitung trotz der Konkurrenz durch das Internet nach wie vor fast unschlagbar. Die Wirtschaftsjournalisten können hier das Netz an Informanten nutzen, das sie beruflich und privat aufgebaut haben.

Deshalb bieten viele Regionalzeitungen einen eigenen Teil unter dem Titel “Heimatwirtschaft” an. Hier finden die Leser Wirtschaftsnachrichten von regional wichtigen Unternehmen, die jedoch oft zu klein sind, um von der überregionalen Presse beachtet zu werden. Auch regionale Förderprogramme, die für Unternehmer und Arbeitnehmer gleichermaßen interessant sind, werden in diesem Teil berücksichtigt.

 

Wirtschaftszeitschriften und Wirtschaftsmagazine

Bei Wirtschaftszeitschriften und -magazinen handelt es sich um regelmäßig erscheinende Titel, die meist in einem Turnus von einer Woche bis zu einem Monat erhältlich sind. In diesem Medium spielt das tagesaktuelle Geschehen aufgrund der Erscheinungsweise nur eine untergeordnete Rolle. Stattdessen werden wirtschaftliche und wirtschaftspolitische Themen breit und umfangreich behandelt. Für viele Anleger spielen Wirtschaftsmagazine und -zeitschriften eine wichtige Rolle als Finanzratgeber. Deshalb bieten sie meist einen sehr umfangreichen Serviceteil und bereiten die Themen so auf, dass sie auch der Laie ohne Probleme verstehen kann.

 

Onlinemedien

Mit dem Begriff Neue Medien werden grundsätzlich neue Medientechniken ihrer Zeit bezeichnet. So galt das Radio bei seiner Markteinführung ebenso als neues Medium wie später das Fernsehen, Videotext oder BTX. Seit Mitte der 1990er Jahre steht der Ausdruck für elektronische und digitale Medien, die erst durch die weite Verbreitung des Internet möglich waren.

Nachdem Online-Portale, Newsdienste und Informationsseiten mittlerweile vor allem bei jungen Mediennutzern eine hohe Akzeptanz genießen, wechseln inzwischen auch viele Wirtschaftsjournalisten ins Internet, um die Publikationsmöglichkeiten, die sie hier haben, nutzen zu können. Das gilt nicht nur für den journalistischen Nachwuchs, der gerade frisch von der Journalistenschule oder aus dem Volontariat kommt, sondern auch für etablierte Kollegen, die noch vor wenigen Jahren nicht im Traum daran gedacht hatten, das Medium Zeitung, Zeitschrift oder Fernsehen zu verlassen.

Auch etablierte Wirtschaftsjournalisten publizieren inzwischen zusätzlich in Blogs oder auf Online-Portalen. Sofern sie als freie Wirtschaftsjournalisten arbeiten, machen sie das in erster Linie, um ihren Bekanntheitsgrad und damit den Marktwert zu steigern. Gerade die freien Wirtschaftsjournalisten dürften dem Vorbild der Verlage folgen und ihre Storys auf diversen Kanälen publizieren. Denkbar ist neben der Publikation in einer Zeitung, einer Zeitschrift oder auf einem Nachrichtenportal zusätzlich ein Internet-Video, das auf diversen Plattformen eingestellt werden kann.

Allerdings dürften Print und Web für den Wirtschaftsjournalisten keine Konkurrenz, sondern eine sinnvolle Ergänzung darstellen: Während im Web aktuelle Meldungen und Servicethemen mit einem hohen Nutzwert für den Nutzer präsentiert werden, dürfte die umfangreiche Hintergrundberichterstattung das Revier der Printmedien bleiben.

 

Newsletter – Online per Mail

Newsletter verfassen in erster Linie Wirtschaftsjournalisten, die nicht für die Medien, sondern für Unternehmen und Verbände arbeiten. Mit dem Newsletter informieren sie ihre Abonnenten meist über die aktuellen Ereignisse in ihrem Bereich oder kündigen für Interessierte Termine an. Bei Finanznewslettern, die von zahlreichen Anlegern abonniert werden, informiert der Herausgeber, der durchaus ein Wirtschaftsjournalist sein kann, über das aktuelle Geschehen auf den Finanzmärkten und leitet daraus Trends ab.

 

Blogs – Online selbst gemacht

Blogs zählen zu den Neuen Medien und werden auch von Wirtschaftsjournalisten gern genutzt, um ihre Leser zu erreichen. Was viele Blogger schätzen: Das Blog folgt keinen journalistischen Kriterien, sondern kann durchaus die persönliche Meinung des Verfassers widerspiegeln und ein Thema kommentierend oder auch satirisch bearbeiten. Blogs werden vor allem von freien Wirtschaftsjournalisten genutzt, die oft auch Bücher und Ratgeber zu wirtschaftlichen Themen herausgeben.

 

Weitere Informationen:

Historie des Wirtschaftsjournalismus und Ausblick

Globalisierung als Thema

Aufgaben von Wirtschaftsjournalisten

Wirtschaftszeitungen, -zeitschriften und -Onlinemedien

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