Wege in den Fotojournalismus

Weil es sich bei Fotojournalismus um keinen geschützten Begriff handelt, ist auch die Ausbildung nicht einheitlich und verbindlich geschützt. Das bedeutet: Viele Wege können in den Beruf führen, von der klassischen Fotografenlehre bis hin zum speziellen Studium oder der Ausbildung in diesem Bereich an einer Journalistenschule.

Der Fotojournalist muss nicht nur das Handwerk der Fotografie und der Bildbearbeitung beherrschen, sondern auch die redaktionellen Abläufe bestens kennen. Neben hochwertigen Bildern ist er in der Redaktion in aller Regel auch für das Verfassen der Bildunterschriften zuständig. Wer lediglich das Handwerk der Fotografie erlernt hat, sollte also in jedem Fall zumindest eine Fortbildung zum Fotojournalisten machen, wie sie von Journalistenschulen und -akademien auch in Kurzzeit-Kursen angeboten werden.

Neben der fachlichen Ausbildung ist auch für Fotojournalisten ein Volontariat notwendig, in dessen Rahmen der Fotojournalist in verschiedenen Ressorts eines Mediums – in der Regel einer Tageszeitung oder eines Magazins – eingesetzt wird. Der angehende Fotojournalist lernt dabei nicht nur die redaktionellen Abläufe bestens kennen, sondern auch, wie er gegebenenfalls kurze Texte verfasst und welche spezifischen Anforderungen in den verschiedenen Ressorts gefragt sind. Je nachdem, für welches Medium der angehende Fotojournalist arbeitet, kann ein Volontariat zwischen 15 und 24 Monaten dauern.

Während des Volontariats durchläuft der angehende Fotojournalist mindestens drei Ressorts, wobei der Einsatz in einer Lokalredaktion und in der Politikredaktion verpflichtend sind. Geht es darum, in welchem weiteren Ressort der angehende Fotojournalist eingesetzt wird, kann der Arbeitgeber natürlich auch auf die Wünsche des Volontärs eingehen, sofern in den jeweiligen Ressorts ein entsprechender Personalbedarf besteht. Darüber hinaus sind in einem Volontariat, welches tarifvertraglich geregelt ist, inner- und überbetriebliche Bildungsabschnitte enthalten, in welchen die Volontäre auch theoretische Grundlagen erhalten. Diese Bildungsabschnitte können sich auch in mehrere Einheiten aufteilen und müssen nicht am Stück absolviert werden.

Ein Volontariat ist übrigens nicht nur bei Tageszeitungen oder Magazinen möglich. Auch andere Unternehmen, Agenturen sowie Verlage bieten Volontariate an, die sich im inhaltlichen Aufbau und der Ausgestaltung jedoch erheblich von einem Volontariat bei einer Tageszeitung oder einem Magazin unterscheiden können. Beispielsweise sind Fotojournalisten auch bei großen Unternehmen gefragt. In diesem Fall werden sie allerdings eher in Richtung Werbefotografie hin ausgebildet. Das sollte jedoch kein Hinderungsgrund sein. Denn auch in den Printmedien sind entsprechend geschulte Kräfte durchaus gefragt. Viele Zeitungen übernehmen nämlich die fotografische und graphische Gestaltung der Anzeigen ihrer Kunden.

 

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