Entstehung des Fernsehens

Die Geschichte des Fernsehens reicht in Deutschland bis in die Zeit des Deutschen Reiches zurück: Die nationalsozialistische Regierung startete am 22. März 1935 erstmals einen regelmäßigen Fernsehprogrammdienst, allerdings konnten nur wenige Menschen das Programm sehen, weil Fernseher zu diesem Zeitpunkt noch nicht in der industriellen Massenfertigung hergestellt werden konnten. Dieses Problem wurde dadurch gelöst, dass öffentliche Empfangsstellen eingerichtet wurden, in welchen die Besucher gemeinsam das Fernsehprogramm verfolgen konnten.

Als erstes mediales Großereignis, welches im Fernsehen übertragen wurden, dürfen die elften olympischen Sommerspiele der Neuzeit gelten, die 1936 in Berlin abgehalten wurden. Durch dieses Ereignis wurde auch die technische Entwicklung beflügelt. Beispielsweise hatte der Konstrukteur Emil Mechau für Telefunken zu diesem Ereignis eine fahrbare Fernsehkamera entwickelt, die auch technisch gesehen einen Meilenstein darstellte.

Jedoch gab es in den ersten Jahren dieser neuen Technologie erhebliche technische Schwierigkeiten: Weil die Fernsehübertragungen lediglich 25 Bildwechsel pro Sekunde aufwiesen, konnte dem menschlichen Auge keine fließende Bewegung vorgetäuscht werden. Um dieses Problem zu lösen, wurde bereits 1935 das sogenannte Zeilensprungverfahren verwendet, wodurch statt 25 Bildern pro Sekunde 50 Halbbilder erzeugt werden.

 

Das Fernsehen erlebt seinen Durchbruch

Während des Zweiten Weltkrieges ruhte die weitere Entwicklung des Fernsehens, die neue Technologie wurde lediglich im Hinblick auf die Kriegstauglichkeit, beispielsweise zu Aufklärungszwecken, weiterentwickelt. Die ersten Fernsehsender wurden von den Besatzungsmächten eingeführt und auch im Hinblick auf das Programm kontrolliert. Ab 1948 wurden die Militärsender schließlich unter deutsche Verwaltung gestellt und zu Landessendern des öffentlichen Rechts. Es sollte jedoch noch bis zum Juni 1950 dauern, bis deutschlandweit ein geregelter Sendebetrieb aufgenommen werden konnte, als sich die Landesrundfunkgesellschaften zur ARD zusammenschlossen. Ein zweites Fernsehprogramm, aus dem später das ZDF erwuchs, startete Anfang der 1960er Jahre.

In der DDR hingegen startete das Fernsehprogramm am 21. Dezember 1952. Genutzt wurde dieses Medium von der Regierung der DDR in erster Linie zur Verbreitung der eigenen Propaganda, einige Sendungen wie „Unser Sandmännchen“ haben allerdings die politische Wende überlebt.

 

Die Entwicklung seit der deutsch-deutschen Vereinigung

Bis 1983 war das Fernsehen komplett öffentlich-rechtlich organisiert, erst dann öffnete sich der Markt für private Anbieter, das Privatfernsehen konnte sich schließlich erst ab den ausgehenden 1980er Jahren auf dem Markt durchsetzen. Durch diese Entwicklung hat sich auch der Fernsehjournalismus erheblich verändert: Stand zu Zeiten der rein öffentlich-rechtlichen Sender die neutrale Berichterstattung im Vordergrund, werden die Nachrichten und journalistischen Beiträge nun auf eine eher unterhaltsame Weise präsentiert. Ferner ist der Anteil an Soft-Themen angestiegen, die der Mediennutzer eher aus Boulevardmedien kennt.

 

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