Alternative Ausbildungswege

Neben dem klassischen Volontariat führen zwei weitere Wege in den Journalismus. Hierbei handelt es sich um entsprechende Lehrgänge an Journalistenschulen und Studiengänge an Universitäten oder Fachhochschulen.

 

Hochschulstudium

So bieten diverse Hochschulen in Deutschland Studiengänge im Bereich Journalismus, Journalistik, Publizistik, Kommunikations- und Medienwissenschaft, Fernsehjournalismus und Online-Journalismus an.

Welche Zulassungsvoraussetzungen erfüllt sein müssen, unterscheidet sich allerdings von Hochschule zu Hochschule. Weil es sich um äußerst beliebte Studiengänge handelt, besteht jedoch meist ein Numerus Clausus, also eine Mindestnote im Abiturzeugnis.

Alternativ können Journalisten aber auch geisteswissenschaftliche Fächer wie Germanistik, Anglistik oder Geschichte studieren und anschließend ein Volontariat absolvieren. Natur- oder wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge empfehlen sich für junge Menschen, die eines Tages als Fachjournalist arbeiten möchten. Dies ist in nahezu allen Mediengattungen möglich. Denn Medien, die sich auf bestimmte Fachbereiche spezialisiert haben, legen deutlich mehr Wert auf das spezifische Fachwissen als auf die journalistische Ausbildung.

Der große Vorteil eines Hochschulstudiums besteht darin, dass überwiegend theoretische Kenntnisse vermittelt werden. Die angehenden Journalisten können sich hier also Wissen aneignen, das sie im späteren Berufsleben in Fachressorts oder -medien führen kann. Während ein Publizistik-Studium durchaus den Weg zum begehrten Redakteursposten ebnen kann, reicht ein anderweitiges Fachstudium hierfür in aller Regel nicht aus. Die Studenten sollten also bereits während des Studiums zusätzlich praktische Erfahrung sammeln. Die Praxis können sie auf verschiedenen Wegen erlernen: Durch die Mitarbeit in einer Studentenzeitung, die freie Mitarbeit bei einer örtlichen Tageszeitung oder durch das Betreiben oder die Mitarbeit in einem Online-Medium.

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Journalismus-Studium

 

Journalistenschule

Beim Studium an einer Journalistenschule handelt es sich streng genommen um kein Studium im eigentlichen Sinn, sondern vielmehr um eine journalistische Ausbildung. Grundsätzlich ist es auch möglich, dass du dich nach einem Fachstudium an einer Journalistenschule zur Weiterbildung anmeldest. Einige dieser Einrichtungen bieten sogar die Möglichkeit, die journalistische Ausbildung mit einem Fachstudium zu kombinieren. Beispielsweise kannst du neben der Journalistenschule zugleich Vorlesungen zu betriebs- und volkswirtschaftlichen Themen absolvieren.

Die journalistische Ausbildung an einer Journalistenschule ist weniger theorielastig als das Hochschulstudium. Vielmehr lernen die angehenden Journalisten Fähigkeiten, die sie während ihrer Berufstätigkeit benötigen. Beispielsweise erlernen sie, wie Artikel korrekt verfasst oder wie Reportagen gedreht und geschnitten werden. Weil Journalistenschulen äußerst praxisorientiert arbeiten, müssen die angehenden Journalisten im Rahmen der Ausbildung mehrere Praktika absolvieren.

Weil die Plätze an Journalistenschulen begrenzt und entsprechend begehrt sind, müssen die angehenden Studenten nicht nur einen hervorragenden Schnitt im Abiturzeugnis vorweisen können, sondern auch zusätzliche Voraussetzungen erfüllen. Vielfach musst du etwa zunächst einen Text zu einem Thema verfassen, das nur grob vorgegeben wird. Im Anschluss daran erwarten dich weitere Tests und Auswahlgespräche. Hierbei wollen deine künftigen Ausbilder neben allgemeinen Kenntnissen auch deine journalistische Kompetenz überprüfen. Auch praktische Erfahrung im Rahmen eines Praktikums oder freier Mitarbeit wird vielfach erwartet.

Während das Studium an einer Fachhochschule üblicherweise zwischen sechs und acht Monate dauert, kann die Ausbildungsdauer an einer Journalistenschule sehr stark variieren. Hier liegt die Dauer der Ausbildung zwischen 18 Monaten und vier Jahren.

Eine Journalistenschule stellt die sehr gute Kombination zwischen Theorie und Praxis dar. Von der Art her ähnelt die Ausbildung stark dem klassischen Volontariat, allerdings ist der theoretische Anteil höher. Darüber hinaus ist die praktische Ausbildung äußerst breit angelegt, sodass die Studenten problemlos später auch crossmedial arbeiten können. Viele Medien verlangen von den Absolventen allerdings mittlerweile dennoch ein Volontariat, weil die Praxis für die Tätigkeit als Redakteur zu wenig in die Tiefe geht.

 

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Journalistenschulen